Bot-Netze von der Stange
Das Storm-Botnet beispielsweise, dem Schätzungen zufolge
zwischen einer und fünf Millionen kompromittierter
Rechner angehören, ist eines jener Botnetze, die die
Fast-Flux-DNS-Hosting-Technik für sich nutzen. Als eine
Reihe von Phishing-Sites Domains nutzten, die eindeutig
auf das Storm- Worm-Botnet zurückgeführt werden konnten,
zeigte es sich, dass genau diese Domains zuvor von
Internet-Kriminellen gekauft oder gemietet worden waren
und damit eine wahre Welle von
Fast-Flux-Phishing-Angriffen auslösten. Für Preise von
100.000 Dollar aufwärts konnten Spammer und andere
Malware-Angreifer ihr höchsteigenes Storm-Worm-Botnet
erwerben, Fast-Flux-DNS und Hosting-Möglichkeiten
eingeschlossen.
Tendenz weiter steigend
Sicherheitsexperten ist diese Technik bereits seit 2006
bekannt, zu richtiger Berühmtheit gelangte aber erst eine
Fast-Flux-Attacke vom Sommer 2007, bei der beinahe 100.000
MySpace-Seiten betroffen waren.
Im März 2008 deckte ein Sicherheitsanbieter auf, dass die Fast-Flux-Technik, die bis dahin nur als Instrument der Storm-Botnet-Betreiber betrachtet wurde, inzwischen von wenigstens drei weiteren kompromittierten Netzwerken verwendet wurde. So gelangte beispielsweise ein berüchtigtes organisiertes Hosting-Netzwerk aus Russland zu trauriger Bekanntheit, indem es Fast-Flux einsetzte um die Standorte der Server unkenntlich zu machen. Security-Forscher, ISPs oder Behördenvertreter hatten keine Chance, die Aktivitäten dieser Gruppe zu verfolgen. Die Superhirne hinter dem großen Asprox-Botnet haben 2008 ebenfalls schon mehrmals Fast-Flux-Techniken für ihre Zwecke eingesetzt.
PC-Anwender, deren Rechner als Mitglied eines Bot-Netzes unfreiwillig Anteil an dieser Entwicklung haben, sind mehr denn je aufgefordert, ihren PC zu schützen, indem sie verhindern, dass ihr Rechner durch Malware-Attacken überhaupt erst Teil eines solchen Bot-Netzes werden. Hersteller von Security-Lösungen wie beispielsweise BullGuard mit der Internet Security 8.5 bieten nachhaltig verbesserte Firewall- und Spamfilter-Funktionalitäten sowie Remote Access für den BullGuard-Support. In dem neuen Release wurden auch sämtliche klassischen Schutzmechanismen überarbeitet, um alle Bedrohungsszenarien sicher ausschließen zu können. Kontinuierliche Updates der Patches mit der derzeit schnellsten Aktualisierungsfrequenz auf dem Markt schützen Rechner ab sofort auch vor allen neuen Formen von Malware.



