Jena/Berlin, 4. Juni 2009 – Das Bundesministerium
für Bildung und Forschung
(BMBF) hat dem Antrag zur Entwicklung einer
Kommunikations- und Datenplattform zur Koordination und
Vernetzung aller Einsatzkräfte in Katastrophenfällen
stattgegeben. Die Bewilligung für die Realisierung des
Projekts "Speed-up" hat ein Verbund aus acht Partnern –
Einrichtungen der Wirtschaftswelt, der Forschung sowie
öffentlichen Behörden – erhalten. "Speed-up soll
Koordinations- und Kommunikationsbarrieren in
Katastrophenfällen jeglicher Art beheben und dadurch
Menschenleben retten", erklärt Verbundkoordinator Mario
Melle, Geschäftsführer der Jenaer synchronity GmbH.
Mit dem Verbundprojekt Speed-up wird das Ziel verfolgt, die Koordination von Einsatzkräften in Großlagen (Krisensituationen bzw. Ereignissen mit einer hohen Zahl an Verletzten) durch ein mobiles und weitgehend selbstorganisierendes technisches System zu unterstützen. "Bei großräumigen Szenarien wie Massenunfällen sind persönliche Absprachen oder die Beschaffung und Weitergabe von Dokumenten kaum zu bewältigen. In der Folge stehen Zeitverlust und Ineffizienz in der Bearbeitung. Faktoren, die im schlimmsten Fall eine höhere Opferzahl fordern", so Melle.
Um in der dreijährigen Entwicklungszeit eine umfassende Gesamtlösung zu realisieren, arbeitet Speed-up mit zwei Szenarien, die in ihren unterschiedlichen Anforderungsstrukturen eine große Mehrzahl denkbarer Fälle abdecken. Melle: "Damit soll die Übertragbarkeit der erarbeiteten Lösungen sichergestellt werden." In beiden Szenarien wird der Frage nachgegangen, wie eine geeignete Katastrophenreaktion aussehen kann.
Die Integration der zwei unterschiedlichen Zugangswege Speed-up Praxis und Speed-up Technologie macht das Projekt besonders. Speed-up Praxis zielt auf die Erarbeitung von Interaktions- und Kommunikationsmodellen für die Einsatzkräfte sowie auf Methoden zur Strukturierung und Beschreibung der Situation. Darüber soll die Einschätzung der Lage und Handlungsalternativen und ihrer Auswirkungen ermöglicht werden. Zugleich dient Speed-up Praxis als Anforderung und Benchmark für die zukünftige technische Umsetzung – die Speed-up Technologie. Die IT-Lösung soll Rettungskräfte bei allen erforderlichen Maßnahmen unterstützen: durch zusätzliche Informationen, aufbereitete Sensordaten und flexible Kommunikationsstrukturen. "Im Katastrophenfall kann damit schneller und qualitativ besser gehandelt werden und somit mehr Menschenleben gerettet werden", so Mario Melle.
Über Speed-up:
Auftraggeber des Projekts "Speed-up" ist das
Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die
Realisierung erfolgt durch acht Verbundpartner, wobei die
Verantwortung als Projektträger beim Verein Deutscher
Ingenieure
(www.vdi.de) und die Projektkoordination bei der
synchronity GmbH (www.synchronity.de), Spezialist für
Internet-Anwendungen für eGovernment- und eBusiness,
liegt. Des Weiteren sind der Systemanbieter für Gehäuse-
und Schaltschranktechnik, Rittal GmbH & Co. KG
(www.rittal.de), die Navimatix GmbH (www.navimatix.de)
tätig im Bereich personalisierte Navigation und
Ausgründung des Instituts für Informatik der FSU Jena,
die the agent factory GmbH, Technologiedienstleister für
mobile Mehrwertapplikationen (www.the-agent-factory.de),
die Technische Universität München (TUM)
(http://portal.mytum.de/welcome), die Werksfeuerwehr der
TUM, die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena
(www.uni-jena.de) sowie die Hessische Polizeischule
beteiligt.
Pressekontakt:
Patrick Brauckmann
synchronity GmbH
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