Darmstadt, 10.12.2010 - die aktuellen
Veröffentlichungen hochbrisanter Daten aus diplomatischen
Kreisen der USA auf der Internet-Plattform Wikileaks
zeigen, wie anfällig selbst die vermeintlich sichersten
Netzwerke der Welt sind. Seit sechs Jahren beschäftigt
sich das alljährliche Security Forum des Veranstalters
Secude mit genau den Themen, die wahrscheinlich zu den
Datenverlusten geführt haben. Auch in 2010 fanden die
Veranstaltungen großes Interesse bei
Sicherheitsbeauftragten von Unternehmen und Behörden. Am
08. Dezember wurde das Forum mit einer Zusatzveranstaltung
in Frankfurt beendet – jedenfalls für dieses Jahr, denn
der Bedarf an innovativen Datensicherheitsstrategien
scheint größer denn je zu sein.
Bisher waren es eher Einzelfälle, die die CIO´s von
Unternehmen und Behörden kurzzeitig aufschrecken
ließen. Das Medieninteresse ebbte jedoch regelmäßig
schnell wieder ab und die Fälle verschwanden genauso
schnell aus dem Bewusstsein der IT-Verantwortlichen. Ob
das im Fall der aktuellen Veröffentlichungen auf
Wikileaks genauso sein wird, kann man wohl bezweifeln. Die
Auswirkungen kann man jedenfalls nicht herunterspielen –
denn im äußersten Fall könnte sogar der Weltfrieden
gefährdet sein, schaut man zum Beispiel auf die
Enthüllungen über arabische Staaten, die Teils
politischen Sprengstoff enthalten. Niemand weiß derzeit,
welche Daten sich noch in den Händen Fremder befinden und
ob sie tatsächlich ausschließlich nur zur
Veröffentlichung auf Wikileaks benutzt werden.
Das Security Forum des Darmstädter
Sicherheitsspezialisten Secude versucht bereits im
sechsten Jahr, auf genau die Sicherheitsprobleme
hinzuweisen, die aller Voraussicht nach zu den aktuellen
Datenabflüssen aus dem amerikanischen Netzwerk geführt
haben. Die Foren-Reihe 2010 fand am 18.November im
Dortmunder Signal-Iduna Park für dieses Jahr ihren
Abschluss, wobei die große Nachfrage Secude dazu
veranlasste, am 08. Dezember noch einen Security-Talk im
Hessischen Hof in Frankfurt zu veranstalten.
Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr
gastierte das Forum 2010 ausschließlich in deutschen
WM-Stadien in Frankfurt, Hannover, München und Dortmund,
sowie im EM-Stadion in Zürich. Passend zum aktuellen
Wikileaks-Fall hielten bei jeder Veranstaltung, wie auch
schon in den vergangenen Jahren, Vertreter der
Innenministerien der jeweiligen Bundesländer Vorträge,
die sich speziell dem Thema Wirtschaftsspionage widmeten.
In diesem Jahr wurde ein besonderes Augenmerk auf Angriffe
durch „Insider“ gelegt, die eine besondere Gefahr
darstellen und wohl auch im Wikileaks-Fall eine
entsprechend große Rolle spielen. Die Empfehlung der
Experten ist, zunächst einmal die Daten ausfindig zu
machen, die wirklich überlebenswichtig für ein
Unternehmen sind – die Erfahrung sagt, dass es sich
dabei um durchschnittliche ca. 5 % der Gesamtdaten
handelt. Der Zugang zu diesen unbedingt schützenswerten
Daten sollte genau reglementiert und durch
organisatorische aber auch technische Maßnahmen, wie zum
Beispiel eine starke Authentisierung, geschützt werden.
Gunnar Porada, bekannt aus Fachpresse und Fernsehen,
machte klar, dass mit diversen frei verfügbaren
Internet-Tools heutzutage praktisch jeder in der Lage ist,
Passwörter oder sogar TAN-Nummern im Bankenverkehr zu
knacken. Begleitet wurde der Vortrag vom Anwalt für
IT-Recht Dr. Wolfgang Hackenberg, der direkt die
rechtlichen Auswirkungen, besonders im Bezug auf
Straftaten, die mit gestohlenen Passwörtern oder
Identitäten durchgeführt werden, beleuchtete.
Nach dieser übergreifenden Sensibilisierung für die
Themen Datensicherheit und Zugangskontrolle wurde aber
auch in verschiedenen Fallstudien, zum Beispiel von VW,
BMW, T-Systems oder Itelligence dargestellt, welche
konkreten Probleme in Unternehmen derzeit auf den
Tagesordnungen stehen und wie die Lösungen dafür
aussehen können.
Auf viel Interesse stieß die neue Produktinnovation des
Darmstädter Sicherheitsspezialisten Secude. Security
Intelligence (SI) wurde auf der it-sa in Nürnberg
vorgestellt und bereits mit dem IT security-award 2010 als
„Innovation des Jahres“ ausgezeichnet. Die Lösung
schließt eine kritische Lücke bei der Überwachung von
Daten und Sicherheitsereignissen in SAP-Landschaften.
Der Erfolg der diesjährigen Forenreihe lässt keinen
Zweifel daran, dass auch in 2011 das Security-Forum wieder
an den Start gehen wird. Informationen hierzu wird es
rechtzeitig unter http://events.secude.com geben.
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